Food-Check: So essen Österreichs Lehrlinge!
Ernährung ist auch bei Österreichs Lehrlingen ein Riesenthema – egal ob in Niederösterreich oder der Steiermark. Rund 800 von euch haben an unserer anonymen Umfrage teilgenommen. Die meisten Antworten kamen aus der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen, aber auch die über 20-Jährigen waren stark vertreten.
Hier sind die spannendsten Ergebnisse im Überblick:
Zwischen Fastfood und Vitaminen

- Die Goldene Mitte: Die Mehrheit (54 %) schätzt die eigene Ernährung als „neutral“ ein – weder super gesund noch total ungesund. 28 % ernähren sich laut eigener Aussage „ziemlich gesund“, während 10 % eher zu „ziemlich ungesund“ tendieren.
- Der tägliche Speiseplan: 73 % essen einmal am Tag eine warme Mahlzeit. Die Hälfte von euch greift regelmäßig zu Obst und Gemüse. 32 % starten immer mit einem Frühstück in den Tag.
- Snacks & Fastfood: Mehr als die Hälfte (53 %) snackt gerne zwischendurch und 36 % lieben Fastfood.
- Zugang zu gesundem Essen: Über 70 % haben regelmäßigen Zugang zu gesundem Essen. Allerdings fehlt dieser Zugang noch bei 15 % (z. B. in der Betriebskantine). Regionalität ist immerhin 19 % besonders wichtig.
Kalorien & Body-Image: No Bodyshaming!
- Gewichts-Check: Fast 30 % sind absolut zufrieden mit ihrem Körpergewicht. Bei jedem Fünften schwankt es („mal passt es, mal nicht“). 19 % würden gerne abnehmen. Die Fraktion „Sehr zufrieden“ (12 %) und „Unzufrieden“ (13 %) hält sich fast genau die Waage.
- Kalorien-Schätzung: Fast 40 % schätzen ihren täglichen Verbrauch auf 1.500 bis 1.999 kcal. Weitere 36 % tippen auf 2.000 bis 2.499 kcal.
Was kostet das Essen?

- Unter 50 Euro: 41 % geben weniger als 50 Euro pro Woche für Essen aus.
- Höheres Budget: Jeweils 15 % zahlen rund 70 Euro oder sogar mehr als 70 Euro pro Woche.
Was trinken Lehrlinge & was macht wirklich glücklich?
Wir haben noch tiefer in die Ergebnisse geschaut! Wie sieht es bei Österreichs Lehrlingen mit Energydrinks, Alkohol, Kochen und dem Druck beim Mittagessen aus?
Stay Hydrated vs. Energy-Kick
- Wasser-March: 43 % von euch trinken täglich mehr als 1,5 Liter Wasser. 28 % schaffen bis zu 1,5 Liter (3–4 Gläser) und 10 % trinken eher wenig (1–2 Gläser).
- Der Energy-Hype: Energydrinks gehören für viele zum Alltag. Über 20 % trinken sie täglich, 26 % mehrmals pro Woche. Nur 18 % rühren die Dosen gar nicht an.
- Wie viele Dosen checkst du dir? Mehr als die Hälfte (50 %) trinkt 1 bis 2 Dosen am Tag. Über 5 % checken sich 3 bis 4 Dosen und 3 % trinken sogar 5 oder mehr täglich.
- Der Brainfood-Mythos: Kurzer Reality-Check: Über 10 % glauben fälschlicherweise, dass Energydrinks echtes „Brainfood“ (Gehirnnahrung) sind. 5 % denken das sogar von Burgern und Pizza. (Spoiler: Leider nein!)
Pizza, Döner & Soulfood
- Fastfood-Check: 38 % essen einmal pro Woche Fastfood, 26 % sogar mehrmals. Nur jede:r Dritte isst es selten.
- Die All-Time-Favorites: Kebab/Döner ist die klare Nummer 1 (34 %), knapp gefolgt von Pizza (25 %). Auch Burger zählen zum Lieblings-Fastfood.
- Was macht glücklich? Auf die Frage, welches Essen glücklich macht, landen Pizza (52 %), Obstsalat (50 %) und Burger (44 %) in den Top 3! Knapp gefolgt von Schokolade (43 %), Kuchen (39 %) und Energydrinks (37 %).
Alkohol & das Getränke-Budget

- Kein Alkohol: Fast ein Drittel (31 %) von euch trinkt NIE Alkohol. 37 % trinken ihn selten, 18 % einmal pro Woche und 12 % mehrmals.
- Die Menge: 19 % trinken 1 bis 2 Drinks pro Woche, 10 % kommen auf 3 bis 4 und 12 % trinken 7 oder mehr. Ganz vorne mit dabei: Bier, Wein und Vodka.
- Die Kosten: Über 60 % geben bis zu 20 Euro pro Woche für Getränke aus. Bei 14 % sind es um die 30 Euro und 6 % geben sogar mehr als 50 Euro aus.
Küche rocken & Muskeln aufbauen
- Selbstversorger: Die Hälfte aller Befragten (50 %) kocht selbst zu Hause! 35 % schwingen die Kochlöffel gemeinsam mit Eltern oder Freund:innen.
- Meal Prep (Vorkochen): 37 % bereiten ihr Essen regelmäßig zu Hause vor, um es mitzunehmen. Jede:r Dritte macht das ab und zu. Für 32 % ist das gar kein Thema.
- Muskeln: 95 % wissen, dass die richtige Ernährung beim Muskelaufbau hilft. Die absoluten Top-Foods dafür sind laut euch: Eier (91 %), Steaks (75 %) und Haferflocken (72 %).
Bio, Preis oder Bequemlichkeit?
- Die Entscheidungs-Faktoren: Warum landet das Essen auf dem Teller? Am wichtigsten ist der Geschmack (79 %), gefolgt vom Preis (55 %) und der Bequemlichkeit (43 %). Die Gesundheit ist für 37 % ausschlaggebend.
- Bio & Region: Für 37 % ist Bio und Regionalität wichtig. 26 % ist es egal und 17 % sagen ganz ehrlich: Sie können es sich schlicht nicht leisten.

Die Challenge: Gesund essen im Alltag
- Wo läuft’s einfach? Für 42 % ist es easy, im Betrieb, der Berufsschule und zu Hause gesund zu essen. Jede:r Fünfte schafft es allerdings nur zu Hause.
- Was hält euch auf? Die größten Hürden für gesunde Ernährung sind: Keine Zeit (36 %), fehlende Kochmöglichkeiten (24 %) sowie zu wenig gesundes Essen in der Berufsschule (21 %) oder im Betrieb (18 %). 19 % haben einfach keinen Bock drauf („wollen nicht“).
Null Druck beim Mittagessen!
- Wie essen die Kolleg:innen? 57 % sagen, das Essen der Kolleg:innen im Betrieb oder der Berufsschule ist „mittelmäßig gesund“. Nur 12 % stufen es als richtig ungesund ein.
- Kein Rechtfertigungs-Druck: 69 % spüren keinen sozialen Druck beim Mittagessen. Es guckt dich also niemand blöd an, wenn du was Gesundes isst! Nur 7 % fühlen sich gestresst und 22 % haben manchmal das Gefühl.
Das steht auf eurem Plan:
- Mehr Vitamine: 43 % wollen in den nächsten Monaten definitiv mehr Obst und Gemüse essen.
- Weniger Cheat-Days: 42 % haben sich vorgenommen, den Fastfood-Konsum runterzuschrauben.
- Weniger Promille & Taurin: Für 23 % steht weniger Alkohol und weniger Energydrinks auf dem Plan.
Die größten Hürden beim gesunden Essen
Warum ist es manchmal so verdammt schwer, sich gesund zu ernähren? Ihr habt die vier größten Barrieren genannt:
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- Der Zeitstress (47 %): Wenn es schnell gehen muss, verliert der Salat oft gegen den Snack.
- Die Kosten (39 %): Gesundes Essen muss man sich im Lehrlings-Budget erst mal leisten können.
- Der Geschmack (30 %): Es muss einfach schmecken.
- Die Verfügbarkeit (25 %): Wenn es in der Nähe oder im Betrieb nix Gesundes gibt, greift man zu dem, was da ist.
Ihr wollt Support? We got you!
Das beste Ergebnis zum Schluss: Fast die Hälfte aller Befragten hat großes Interesse an coolen Ernährungs-Tipps.