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Ferialjob
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TOP statt Flop! 10 Tipps für deinen Ferialjob

Du bist jung und brauchst Geld. Da bietet sich ein Ferialjob perfekt an. Als FerialarbeiterIn stehst du in einem Dienstverhältnis und hast Rechte und Pflichten.

Du hast Fragen zum Ferialjob?

Wir haben die Antworten!

#1: Schließe einen schriftlichen Arbeitsvertrag ab.

Der Arbeitgeber muss dir nach Aufnahme der Tätigkeit einen Dienstzettel geben. Darauf ist kurz zusammengefasst, was mündlich vereinbart wurde, z.B. die Arbeitsstunden pro Woche und das Entgelt. Den Dienstzettel solltest du unbedingt aufbewahren!

#2: Achte auf Einhaltung der Arbeitszeiten und Pausen.

Jugendliche unter 18 dürfen höchstens 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten. Ausnahmen gibt’s insbesondere im Gastgewerbe (max. 9 Stunden täglich und 45 Stunden/Woche). Du hast Anspruch auf 30 Minuten Ruhepause, wenn deine Arbeitszeit mehr als 4,5 Stunden beträgt. Ferialjobber über 18 müssen spätestens nach 6 Stunden eine Pause einlegen.

#3: Mache Arbeitszeitaufzeichnungen.

Sicher ist sicher – so bist zu im Streitfall gewappnet.  Du kannst das händisch machen oder auch per Computer oder Smartphone mit dem AK-Arbeitszeitspeicher.

#4: So viel Geld steht dir zu.

Der Ferienjob muss nach Kollektivvertrag bezahlt werden. Gibt es für eine Branche keinen, bildet das ortsübliche Entgelt die Grundnorm. 700 bis 1.000 Euro brutto sollte der Ferialjob dir also schon bringen!

Brutto-Netto-Rechner

Der AK Brutto-Netto-Rechner verrät dir in wenigen Sekunden, wieviel netto dir tatsächlich vom brutto bleibt!

#5: Urlaubszuschuss und Weihnachtsgeld.

Es hängt vom Kollektivvertrag der jeweiligen Branche ab, ob du anteilig Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bekommst.

#6: Urlaubsanspruch und Urlaubsersatzleistung.

Als Ferialjobber hast du auch einen anteiligen Urlaubsanspruch. Das sind nach einem Monat etwa 2 Tage. Falls du diese bezahlte Freizeit nicht konsumierst, bekommst du das Geld ausbezahlt.

#7: Check deinen Gehaltszettel.

Einfach mal nachsehen, ob alles korrekt abgerechnet wurde.

#8: Sozialversicherung okay?

Schon bevor du deine Arbeit beginnst, musst du bei der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) angemeldet werden. Das ist wichtig, damit du bei Krankheit oder einem Arbeitsunfall abgesichert bist. Cool! Beim Ferialjob erwirbst du bereits die ersten Pensionsansprüche.

#9: Unterschreibe keine Verzichtserklärung.

Denn sonst kann es sein, dass du z.B. Geld für geleistete Überstunden nicht bekommst.

#10: Hol dir dein Geld vom Finanzamt zurück.

Wenn du über das Jahr weniger als 13.000 Euro verdient hast, bist du nicht lohnsteuerpflichtig. Wenn dir Lohnsteuer abgezogen wurde, kannst du dir diese vom Finanzamt zurückholen. Das bringt richtig Cash! Bis zu 800 Euro, mit Pendlerpauschale sogar bis zu 900 Euro.

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