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Fachkräfte Stipendium
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Es war ein langer Kampf für die Arbeiterkammer – aber es hat sich gelohnt. Seit 2013 gibt es mit Unterbrechungen das Fachkräftestipendium. Ein Stipendium für Erwachsene, die eine Ausbildung machen wollen, zum Beispiel im Bereich der Krankenpflege. Es fördert Ausbildungen, die spätestens am 31.12.2022 begonnen werden. Damit kann ein Fachkräftestipendium theoretisch bis Ende 2025 bezogen werden.

Du hast Fragen zum Fachkräfte Stipendium?

Wir haben die Antworten!

Wer bekommt ein Fachkräfte-Stipendium?

  • ArbeitnehmerInnen, die für die Dauer der Ausbildung karenziert sind
  • Arbeitslose
  • Ehemalige Selbstständige, wenn die Tätigkeit ruht

Achtung!

Das Fachkräftestipendium kannst du nur bekommen, wenn dein höchster Bildungsabschluss unter dem Hochschul-Niveau liegt. Hast du bereits ein Studium absolviert (Uni, FH, Pädagogische Hochschule), besteht keine Möglichkeit auf ein Fachkräftestipendium.

Was sind die Voraussetzungen für ein Fachkräftestipendium?

Du musst

  • 4 Jahre lang (208 Wochen) einer arbeitslosenversicherungspflichtigen Beschäftigung innerhalb der letzten 15 Jahre nachgegangen sein (Lehrjahre werden berücksichtigt).
  • die Aufnahmevoraussetzungen der jeweiligen Bildungseinrichtung erfüllen.
  • eine Ausbildung mit einer Dauer von mindestens drei Monaten und im Umfang von durchschnittlich 20 Stunden pro Woche absolvieren.
  • deinen Wohnsitz in Österreich haben.
  • einen Bildungsabschluss unter FH-Niveau haben.

Wo stelle ich den Antrag für das Fachkräfte Stipendium?

Die Beantragung erfolgt beim zuständigen AMS und wird auch von diesem ausgezahlt. Da ein Beratungsgespräch mit dem AMS verpflichtend ist, nimm bitte rechtzeitig vor der Ausbildung Kontakt auf.  Das Fachkräftestipendium kann aber frühestens 3 Monate vor Beginn der Ausbildung genehmigt werden.

Wie hoch ist das Fachkräfte Stipendium? Wie lange bekomme ich das Fachkräfte Stipendium?

Wenn du das Fachkräftestipendium vom AMS bekommst, besteht für maximal 3 Jahre Anspruch auf ein Stipendium von mindestens 966,65 Euro (bei einem Monat von 30 Tagen). Davon wird der Krankenversicherungsbeitrag abgezogen. Liegt dein Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe darüber, wird dir der höhere Betrag ausbezahlt.

Nachweis über den Ausbildungsfortschritt

Du musst einen Nachweis über den Ausbildungsfortschritt (Semesterzeugnisse) bzw. über eine 75%ige Anwesenheit erbringen.

Bin ich versichert, wenn ich das Fachkräfte Stipendium erhalte?

Ja, du bist kranken-, unfall- und pensionsversichert.

Kann das Fachkräfte Stipendium unterbrochen werden?

Ausbildungsfreie Zeiten (Ferien, Zeiten der Prüfungsvorbereitung) unterbrechen den Bezug des Fachkräftestipendiums nur dann, wenn sie mehr als drei Monate pro Kalenderjahr umfassen.

Wieviel darf ich zum Fachkräfte Stipendium dazuverdienen?

Beim Fachkräftestipendium kannst du bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen. Diese liegt 2021 bei 475,86 Euro monatlich. Übersteigt das Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze, dann wird für diesen Beschäftigungszeitraum der Bezug des Fachkräftestipendiums unterbrochen. Diese Unterbrechungs-Zeit kann im Bedarfsfall hinten „angehängt“ werden.

Das Taschengeld, das die Schulen der Gesundheits- und Krankenpflege während der Ausbildung auszahlen, kann parallel zum Fachkräftestipendium bezogen werden.

Welche Ausbildungen werden gefördert?

Gefördert werden Ausbildungen in „Mangelberufen“, in denen Fachkräfte fehlen:

  • MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik),
  • Gesundheit, Pflege und Sozialberufe.

Einen Überblick über alle geförderten Ausbildungen findest du hier.

Bei Personen ohne Berufsausbildung und maximal Pflichtschulabschluss wird das Nachholen jedes Lehrabschlusses gefördert, ohne Einschränkung des Fachgebiets.

Seit 2019 wurden auch Lehrabschlüsse wie Applikationsentwicklung, Veranstaltungstechnik, Medienfachmann/frau, Augenoptik in die Liste der geförderten Ausbildungen aufgenommen.

Ebenfalls gefördert werden die Ausbildung zur Pflegefachassistenz und die Höherqualifizierung von der Pflegeassistenz zur Pflegefachassistenz, neben anderen Ausbildungen im Bereich Gesundheit und Pflege.

Nicht gefördert werden:

  • Studien an Universitäten und Fachhochschulen
  • Ausbildungen im Ausland
  • Fernlehrgänge
  • Ausbildungen, die länger als 4 Jahre dauern
  • Pädagogische Berufe

We fight 4: Qualifizierungsgeld

Die Arbeiterkammer setzt sich dafür ein, dass es in Zukunft ein neues unbefristetes Modell „Qualifizierungsgeld“ gibt. Damit sollen alle Ausbildungen so wie das Fachkräftestipendium gefördert werden.

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